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Vorfall im Sophienhof: keine voreiligen Schlüsse ziehen!

Zum Bericht der Landesregierung heute im Innen- und Rechtsausschuss über die Vorkommnisse am letzten Donnerstag im Einkaufszentrum Sophienhof in Kiel erklärt die polizeipolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Simone Lange

Staatsekretärin Manuela Söller-Winkler und Polizeidirektor Joachim Gutt haben heute über den Vorfall im Kieler Sophienhof am vergangenen Donnerstag berichtet. Demzufolge kam es dort glücklicherweise nicht zu Sexualstraftaten, leider aber zu Beleidigungen und Körperverletzungen zum Nachteil von drei jungen Frauen und der eingesetzten Polizeibeamtinnen und -beamten.

Nach zahlreichen Medienberichten und Leserreaktionen kann man resümieren: Noch nie war der Abstand zwischen subjektivem Sicherheitsgefühl und der objektiven Sicherheitslage so groß wie heute. Das von der Gesellschaft empfundene Sicherheitsgefühl stimmt nicht mit der objektiven Sicherheitslage überein. Die Menschen in Schleswig-Holstein leben sicherer, als sie sich fühlen um hier eine Übereinstimmung zu erreichen, muss die Polizei und müssen wir weiter sachliche Aufklärungsarbeit leisten.

Eine zeitnahe, belastbare und zuverlässige Presseberichterstattung ist dabei sehr wichtig, kann aber nicht allein von der Landespolizei geleistet werden. Auch Politik und Medien sind an dieser Stelle gefordert.

Tatsache ist, dass der Vorfall vom Donnerstag noch nicht vollständig aufgeklärt ist, weil die Auswertung der Daten auf den beschlagnahmten Mobiltelefonen viel Zeit und Aufwand erfordert. Bevor voreilige Schlüsse gezogen werden, sollten diese Ergebnisse abgewartet werden.