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Kein Verbot des Freizeitangelns rund um Fehmarn!

Zur Debatte um ein Angelverbot im Fehmarnbelt erklären der fischereipolitischer Sprecher Lars Winter und die umweltpolitische Sprecherin Sandra Redmann für die SPD-Landtagsfraktion:

Die SPD-Landtagsfraktion spricht sich für die Ausweisung der sechs Seegebiete in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) als Naturschutzgebiete aus. Ein gleichzeitiges vorgesehenes Angelverbot lehnen wir jedoch ab. Wir unterstützen Wirtschaftsminister Reinhard Meyer und Umweltminister Robert Habeck in ihrem Bestreben, ein Angelverbot in diesen Gebieten zu verhindern.

Gerade in Ostholstein kann man niemandem erklären, warum gerade in den geplanten Naturschutzgebieten rund um Fehmarn das Freizeitangeln verboten werden soll, wenn gleichzeitig mit der festen Fehmarnbeltquerung ein Infrastrukturprojekt erhebliche Eingriffe in die Natur in Gebieten verursacht, die räumlich unmittelbar nebenan liegen.

Ein Angelverbot hätte erhebliche Auswirkungen auf den ostholsteinischen Tourismus und würde dem Erfolg des Wachstumsziels mit 30 Millionen Übernachtungen, einem 30% höheren touristischen Bruttoumsatz und dem Ziel, einen Platz unter den Top 3 der Bundesländer mit der höchsten Gästezufriedenheit zu erreichen, zuwiderlaufen.

„Da die Einrichtung der Naturschutzgebiete und das damit verbundene Angelverbot auf der Grundlage einer Verordnung erfolgt, ist das Land Schleswig-Holstein mit eingebunden und nicht der Bundestag“, betont der ostholsteinische Landtagsabgeordnete Lars Winter.