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Gleiche Arbeit ist gleich viel wert!

Zum morgigen Equal Pay Day erklärt die gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Simone Lange:

Um nicht einmal einen Tag ist der Equal Pay Day dieses Jahr nach vorne gerückt. Das bedeutet: Die Lücke zwischen dem, was Männer für gleiche Arbeit im Durchschnitt mehr verdienen als Frauen, schließt sich derzeit überhaupt nicht. Die Lohnlücke beträgt aktuell 21 % – so viel verdienen Frauen durchschnittlich weniger als Männer. Das heißt: Bis zum 19. März arbeiten Frauen quasi umsonst, während die Männer schon seit dem 1. Januar entlohnt werden. Für eine moderne Gesellschaft ist das beschämend!

Die Lohnunterschiede sind nach wie vor vorhanden, vor allem bei Pflegekräften, Erzieherinnen und Verkäuferinnen. Aber auch Akademikerinnen verdienen in gleicher Position meist weniger als ihre männlichen Kollegen.

Ändern können wir dies nur durch Transparenz. Frauen können den ihnen zustehenden Lohn nur dann einklagen, wenn sie von der Ungleichheit wissen. Deshalb unterstützen wir den Vorstoß von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig, allen Beschäftigten per Gesetz das Recht einzuräumen, das Durchschnittsgehalt ihrer Kollegen mit vergleichbarer Tätigkeit abzufragen. Die Zeit ist überfällig, der bestehenden Diskriminierung durch gesetzliche Regelungen entgegenzuwirken. Deshalb fordern wir insbesondere den Bundes-Koalitionspartner CDU auf, dem „Gesetz zur Entgeltgleichheit von Frauen und Männern“ zuzustimmen.