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Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur inklusiven Schule

Zur aktuellen Entwicklung der Schulassistenz in Schleswig-Holstein sagen die bildungspolitischen SprecherInnen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und SSW, Martin Habersaat, Anke Erdmann, Jette Waldinger-Thiering:

Ob in Kooperation mit einem freien Träger, vom Land oder Schulträger direkt beschäftigt: Wir freuen uns, dass die Schulassistent_innen mittlerweile flächendeckend ihre Arbeit aufgenommen haben. Fast 500 der vorgesehenen 542 schulischen Assistenzkräfte leisten schon heute einen wertvollen Beitrag für bessere Lernbedingungen an unseren Grundschulen. Damit haben wir einen weiteren wichtigen Baustein unseres Inklusionskonzepts praktisch umgesetzt.

Schulische Assistenzkräfte erweitern die pädagogische Ausstattung an unseren Schulen. Sie unterstützen nicht nur im Unterricht, sondern auch bei schulischen Veranstaltungen und Klassenfahrten. Sie sind damit ein wesentlicher Bestandteil der multiprofessionellen Teams, die eine wirklich inklusive Schule erst möglich machen. Im engen Austausch mit Lehrkräften, Schulsozialarbeiter_innen oder Schulpsycholog_innen werden sie die schulische Qualität nicht nur sichern, sondern stetig verbessern.

Allein für den Bereich der schulischen Assistenzen nimmt das Land jährlich 13,2 Millionen Euro in die Hand. Inklusion gibt es nun mal nicht zum Nulltarif. Und dieses Geld ist sinnvoll angelegt. Denn alle Kinder profitieren von dieser Investition in unsere Bildungsinfrastruktur. Durch diese Maßnahme können unsere Grundschulen viel stärker auf die individuellen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler eingehen. Egal ob sonderpädagogischer Förderbedarf, unterschiedliche Lernniveaus oder verschiedene Herkunftsländer: Wir wollen, dass alle Kinder besser gefördert werden.

Martin Habersaat: „Rot-grün-blau wirkt. Die neuen Schulassistentinnen und Schulassistenten sind ein Ergebnis unserer Bildungspolitik. Wo CDU und FDP in der letzten Legislaturperiode noch behauptet hatten, Inklusion ginge zum Nulltarif, stärken wir die Schulen. Wir fördern multiprofessionelle Teams, bisher mit neuen Assistenzkräften, mehr Lehrerinnen und Lehrern, mehr Landesmitteln für Schulsozialarbeit und einer Verdopplung der Stellen beim schulpsychologischen Dienst.“

Anke Erdmann: „Das Ziel ist: Schulassistenzen sollen Kindern und Schulen Rückenwind geben, nicht der Vorwand sein, damit einige Kreise Schulbegleitungen kürzen. Aus den Schulen kommen mittlerweile schon die Fragen, wann denn mit einer Ausweitung, z. B. auf Gemeinschaftsschulen, zu rechnen sei – wir sind also offensichtlich auf dem richtigen Weg.“

Jette Waldinger-Thiering: „Egal ob wir uns öffentliche Grundschulen, Schulen in privater Trägerschaft oder die der dänischen Minderheit anschauen. Überall haben die Eltern den klaren Wunsch nach einer zusätzlichen Unterstützung für ihr Kind. Und überall wünschen sich die Lehrerinnen und Lehrer, Kinder noch individueller fördern zu können. Deshalb freut es mich besonders, dass wir genau das an allen Schulen möglich machen. Und, dass tatsächlich alle Kinder von dieser Maßnahme profitieren.“