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Ein großer Schritt zu einer besseren Lehrerbesoldung

Zur Verabschiedung der Neuregelungen bei der Lehrkräftebesoldung im heutigen Bildungsausschuss erklären die schulpolitischen Sprecherinnen und Sprecher von SPD, Bündnis 90/ Die Grünen und SSW, Kai Vogel, Anke Erdmann und Jette Waldinger-Thiering:

Über 2.000 Lehrkräfte an Gemeinschaftsschulen werden innerhalb eines überschaubaren Zeitrahmens von der Besoldungsgruppe A12 auf A13 aufsteigen können. Und die Schulleiter von Förderzentren müssen keine Verschlechterungen deswegen befürchten, weil sie besonders gute Arbeit bei der Inklusion leisten und daher weniger Schülerinnen und Schüler an ihren eigenen Schulen haben, aber immer mehr Kinder und Jugendliche im inklusiven Unterricht mitbetreuen.

Diese Maßnahmen kosten das Land einen achtstelligen Betrag. Es ist nicht nachvollziehbar, wenn in der öffentlichen Diskussion dieses Gesetz weiterhin als „immer noch zutiefst ungerecht“ bezeichnet wird, weil Schleswig-Holstein als Konsolidierungsland nicht den bundesweiten Vorreiter dabei gibt, auch die Grundschullehrer von A12 auf A13 anzuheben. Auch die übrigen Länder bezahlen ihre Grundschullehrer nach A12 mit der Begründung, dass ihre Tätigkeit überwiegend pädagogisch ausgerichtet ist, während die der Sekundarstufenlehrkräfte in erheblichem Maße wissenschaftspropädeutisch angelegt ist.

Die Küstenkoalition hat in den letzten Jahren sehr viel mehr Stellen an den Schulen belassen, als ursprünglich geplant war, und darüber hinaus zusätzliche Stellen zur Unterrichtung der minderjährigen Flüchtlinge geschaffen, die zurzeit in unser Land kommen. Das entlastet in erster Linie die Lehrkräfte an Grundschulen.

Das neue Lehrkräftebesoldungsgesetz geht einen großen Schritt zu einer besseren und angemessenen Besoldung der Lehrkräfte. Dabei darf man auch einmal darauf hinweisen, dass im internationalen Vergleich die Lehrerinnen und Lehrer in Deutschland zu den am besten bezahlten gehören.