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Die Biodiversität muss einen höheren Stellenwert erhalten

Zum heute von Minister Habeck vorgestellten Jagd- und Artenschutzbericht erklärt die umweltpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Sandra Redmann:

Die Vergiftungen von Greifvögeln sind in den letzten Jahren erheblich gestiegen; es ist deshalb richtig, dass der Minister diesen Tatbestand hervorhebt. Leider sind in den wenigsten Fällen die Täter auszumachen, deshalb ist es wichtig, dass die Bevölkerung darauf hingewiesen und um Mithilfe bei der Aufklärung gebeten wird. Denn es handelt sich dabei um Straftaten und keine Kavaliersdelikte.

Der Artenschutzbericht macht deutlich, dass es nach wie vor Artenschwund in Schleswig-Holstein gibt. Wir müssen uns der Herausforderung stellen, den Artenschwund einzudämmen. Deshalb werden wir bei der Änderung des Landesnaturschutzgesetzes dem Thema Biodiversität besondere Beachtung schenken. Dabei geht es nicht nur um populäre Arten, sondern insbesondere auch um die kleinen Tiere und unscheinbare Pflanzen, denn gerade sie sind für das ökologische Gleichgewicht von großer Bedeutung. Biodiversität schließt alle Arten ein, und dem wollen wir gerecht werden.

Ich kann nicht erkennen, dass Minister Habeck „ständige Kritik an Landwirten“ übt; der Kollege Rickers sollte aufhören, dauernd Naturschutz gegen Landwirtschaft ausspielen zu wollen. Den Jagd- und Artenschutzbericht sollten wir sachlich bewerten und nicht durch die ideologische Brille.