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Denkmalschutzgesetz bewährt sich gegen Schwarzmalerei

Zum Abschluss der Schnellerfassung der Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein erklärt der kulturpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Martin Habersaat:

„Die Küstenkoalition hat vor zweieinhalb Jahren das Denkmalschutzgesetz vom Kopf auf die Füße gestellt und den Erhalt des kulturellen Erbes in Schleswig-Holstein zum wichtigsten Anliegen der Kulturpolitik gemacht. Es war ein Kraftakt für das Landesamt für Denkmalpflege in rund drei Jahren eine Gesamtinventarisierung der Kulturdenkmale durchzuführen.

Es ist schade, dass in den letzten 30 Jahren gut die Hälfte der damals gelisteten 16.000 einfachen Kulturdenkmale verloren gegangen ist. In den nächsten drei Jahren soll die Denkmalliste Schleswig-Holstein vervollständigt werden, für die bereits 3.000 Denkmale vorgesehen sind; nun steht die Prüfung von 8.000 bisherigen „einfachen Kulturdenkmalen“ an. Die von der bisherigen Opposition an die Wand gemalte Kulisse einer unendlichen Klagewelle der Eigentürmer hat sich als Popanz erwiesen. Die SPD-Landtagsfraktion wird jedenfalls in den nächsten Jahren sehr sorgfältig darauf achten, dass die von der Küstenkoalition und Kulturministerin Anke Spoorendonk erreichte Sicherung des Kulturlandes Schleswig-Holstein nicht rückgängig gemacht wird. Dass in Jamaika ausgerechnet eine untergegangene Piratenstadt als UNESCO-Weltkulturerbe nominiert wurde, ist hoffentlich kein schlechtes Zeichen.“