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Das ist ein humanitärer Rückschritt

Anlässlich der heutigen (16.05.2018) Berichterstattung über die geplante Abschiebungshaftanstalt in Glückstadt erklärt die flüchtlingspolitische Sprecherin, Serpil Midyatli:

„Der Vorstoß der FDP, auch Minderjährige und Familien zu inhaftieren, entspricht nicht mehr der humanen Flüchtlingspolitik, die Schleswig-Holstein in den vergangenen Jahren betrieben hat und die bisher einen breiten politischen Konsens darstellte.

Es ist bedauerlich, dass die Grünen an dieser Stelle bei den Koalitionsverhandlungen „verloren“ haben, aber aus unserer Erfahrung wissen wir, dass es bei ihnen in Verhandlungen nichts umsonst gibt. Wir können deshalb für die Grünen nur hoffen, dass sich die Gegenleistung in den Koalitionsverhandlungen für die Preisgabe ihrer grundsätzlichen Position zur Abschiebungshaft und der humanitären Standards ihrer Ausgestaltung für sie gelohnt hat. Den Menschen, welche die Folgen dieses Rückschrittes zu tragen haben, wird das allerdings kaum helfen. Aber vielleicht bekommt die Anstalt ja einen ÖPNV-Anschluss.“