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Das Dunkelfeld der Sexualstraftaten aufhellen!

Zur heute vorgestellten Dunkelfeldstudie erklärt die polizeipolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Simone Lange:

Die Dunkelfeldstudie gibt einen interessanten Einblick in die subjektive Erfahrung und Bewertung von Bürgerinnen und Bürgern, die Opfer von Kriminalitätsdelikten wurden. Die Ergebnisse bestätigen im Großen und Ganzen die Erkenntnisse der Polizei. Das größte Dunkelfeld ist auch weiterhin der Bereich der Sexualdelikte, das deshalb besonderes Augenmerk erfordert. Nur 7,9 % der Sexualstraftaten werden angezeigt. Diese Quote, die sehr unbefriedigend ist, ist aus unterschiedlichen Gründen sehr niedrig; sicherlich spielt eine große Rolle, dass bei ca. 80% dieser Taten die Täter im näheren sozialen Umfeld, leider oft auch im familiären Umfeld zu suchen sind.

Vor diesem Hintergrund fühlen wir uns bestätigt, dass es richtig und wichtig war, die anonyme Spurensicherung einzuführen. Sie ist ein wichtiges Mittel, das Dunkelfeld der Sexualdelikte aufzuhellen. Deshalb hoffen wir, dadurch mittelfristig das Anzeigeverhalten bei Sexualdelikten, die neunmal so viele Frauen wie Männer betreffen, zu erhöhen.