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Bürokratiefallen im Ehrenamt abbauen!

Die SPD-Landtagsfraktion hat für die März-Sitzung des Landtags den Antrag „Bürgerschaftliches Engagement würdigen – Erstattungen für ehrenamtliche Jugendarbeit vereinfachen“ eingebracht. Dazu erklärt die Kieler Landtagsabgeordnete und Sprecherin für Bürgerschaftliches Engagement, Özlem Ünsal:

„Unsere Zivilgesellschaft lebt vom lebendigen Bürgerschaftlichen Engagement Vieler. Im Ehrenamt finden viele Menschen auf unterschiedlichen Feldern zusammen. Und wir können sicher sein: Die Basis für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt und den sozialen Frieden wird auch in den kommenden Jahren das bürgerschaftliche Engagement maßgeblich prägen.

Um diese tragende Säule unserer Zivilgesellschaft zu würdigen, sowie die ehrenamtliche Jugendarbeit zu stärken und nicht zu dämpfen, sollte die Beantragung des Verdienstausfalls über die Landesverordnung entsprechend vereinfacht und nach abgeschlossener Teilnahme an einer Maßnahme ermöglicht werden. Dies würde zur deutlichen Bürgerfreundlichkeit beitragen und die Verwaltungen in den Jugendämtern nur durch eine einmalige statt mehrfache Prüfung der Unterlagen entlasten.

Mit der derzeit geltenden Landesverordnung über die Freistellung für ehrenamtliche Mitarbeit in der Jugendarbeit ist eine Erstattung des Verdienstausfalls nur möglich, wenn vor Beginn einer Maßnahme die Erstattung des Verdienstausfalls beantragt wird. Dies hat zur Folge, dass im Nachgang eingereichte Unterlagen zur Erstattung des Verdienstausfalls für die ehrenamtliche Jugendarbeit keine Berücksichtigung finden. Ein besonders nachteiliger Fall war den Kieler Nachrichten über mehrere Berichte im Februar 2018 zu entnehmen. Die engagierte Vanessa aus Fockbek ist kein Einzelfall! Deshalb müssen Bürokratiefallen im Ehrenamt abgebaut werden.“