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Abläufe beim Kreis Dithmarschen waren verbesserungswürdig

Zur heutigen Zeugenvernehmung im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss „Friesenhof“ erklärt die Obfrau der SPD-Landtagsfraktion, Beate Raudies:

Die heutige Zeugenvernehmung hat mehr Fragen aufgeworfen, als Antworten gegeben. Beide Zeuginnen, Mitarbeiterinnen des Kreises Dithmarschen, haben in Herbst 2013 jeweils das Landesjugendamt Schleswig-Holstein bei einer örtlichen Prüfung einer Teileinrichtung des „Friesenhofes“ begleitet. Beide haben übereinstimmend keinerlei Gefährdungen des Kindeswohls in diesen Einrichtungen erkennen können. Bei der Befragung konnte nicht geklärt werden, ob es tatsächlich eine Entscheidung der Verantwortlichen des Kreises Dithmarschen gegeben hat, die Einrichtungen des „Friesenhofes“ nicht mehr zu belegen. Auch auf Nachfrage hat die bis 2013 zuständige Mitarbeiterin erklärt, keine Kenntnis von einem Belegungsverbot zu haben. Bis Sommer 2015 gab es beim Kreis Dithmarschen kein standardisiertes Verfahren für die gesetzlich vorgeschriebenen Meldungen an das Landesjugendamt. Die Vorwürfe, die von einer Vertreterin des Kreises im vergangenen Jahr gegen die Arbeit der Heimaufsicht des Landesjugendamtes erhoben wurden, konnten bislang nicht bestätigt werden.