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Der größte Frohsinn, den man kennt,

…kommt meistens aus dem Parlament!

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Nach dem NDR-Moderator Christian Schröder und dem Generalintendanten der Kieler Bühnen, Daniel Karasek, wurde mal wieder ein SPD-Politiker zum „Ritter Amicus Laetitiae“ (Freund des Frohsinns) geschlagen.

Vor den Kieler Orden wider den tierischen Ernst hat Ordenskanzler Lothar Fehmel vom Rhenania Carneval Club die Lästerlaudatio eines politischen Gegenspielers gesetzt: Staatssekretär Dr. Arne Wulff, der nicht verwechselt werden möchte, nicht wulfft und selten auf die Mailbox der Presse spricht, wie er versicherte, hatte offenbar tief in der Kiste der Überlieferungen gekramt.

So sei ich, weil nahe der Holsten-Brauerei aufgewachsen und dank der Unterhaltungskünste meines Vaters zwischen „Bier und Klavier“ groß geworden. Auch sonst hatte sich die „rechte Hand“ des Ministerpräsidenten, der Chef der Staatskanzlei, so einiges einfallen lassen, wusste er doch zu berichten, dass ich schon als Kind die Karnevalsorden meines Vaters vertüttelte und bei meinem Meister im Marinearsenal auf dem Ostufer lernte, dass man Stromspannungen mit der bloßen Hand misst. Weiter lästerte er über mein Engagement im Sport, indem er schlussfolgerte: „Lieber Jugendwart mit Unterhaltungswert als Sportler der Sieger“. Frei nach dem Motto: „Gute Sportler kommen aufs Treppchen, freche Sportler überall hin, auch in den Vorstand.“

„Als ewiger Liebhaber im plattdeutschen Moorseer Dorftheater hat Heinemann wohl gelernt, dass man mit Humor auch in der Politik vorankommt“, spottete der ehemalige Kieler CDU-Stadtpräsident weiter.

Egal, ob Seniorenkarneval oder närrische Festveranstaltungen für Menschen mit Behinderungen – als Gesundheitspolitiker musste ich immer wieder meinen Senf dazu geben, oft auch in Reimen. Schließlich schlussfolgerte Wulff denn auch, besonders vorteilhaft sei in der Kommunal- und Landespolitik ja die Fähigkeit, sich aus den aktuellen Entwicklungen in der Stadt oder im Land schnell etwas zusammen zu reimen.

In meiner Ritterantrittsrede hatte ich dann endlich die Gelegenheit, mich ausgiebig über die Narren aller Fraktionen in Rathaus, Landtag und Bundeshauptstadt lustig zu machen – natürlich in Reimen, die ich zur Zeit noch in Ortsvereinen und bei Jahresempfängen bis zum Aschermittwoch vortrage. Kostprobe:

So sind nun viele einmal dran,

zu den‘ ich was berichten kann.

Mit Spaß und völlig unverkniffen

hab ich vieles nun begriffen:

Der größte Frohsinn den man kennt,

kommt meistens aus dem Parlament.

(Fortsetzung folgt nach Aschermittwoch)